Populus nigra L.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarzpappel umfasst Europa, die Länder der früheren UdSSR, die Türkei, Nordafrika und Indien.
Der Pappelbaum erreicht eine Höhe von etwa 30 m. Die Krone ist locker, breit und stark verzweigt. Die Rinde junger Bäume ist glatt und hellgrau; später reißt sie längs auf und wird dunkelgrau. Die Rinde ist bis zu 12 cm stark und macht etwa 12,6 % des Baumvolumens aus. Die Dichte der Rinde liegt bei etwa 412 kg/m³. Der Stamm der Schwarzpappel ist bis zu 15 m lang, der Durchmesser in Brusthöhe bis etwa 1 m.
Die Schwarzpappel ist eine kernholzbildende Art. Das Splintholz ist weißlich-gelb und breit. Das Kernholz ist gelb bis rötlich braun. Die Jahresringe sind kaum sichtbar. Die Gefäße sind zerstreutporig. Die Holzstrahlen sind niedrig, dünn und homogen.
Die Dichte des Schwarzpappelholzes beträgt darrtrocken 490 kg/m³, lufttrocken 450 kg/m³ und frisch 750 kg/m³. Die Volumenporosität liegt bei etwa 73 %. Das gesamte lineare Schwindmaß beträgt axial 0,3 %, radial 3,3 bis 5,2 % und tangential 7,1 bis 9,8 %. Das gesamte Volumenschwindmaß der Pappel schwankt zwischen 10,7 und 14,3 %, das spezifische Volumenschwindmaß zwischen 0,36 und 0,48 %.
Pappelholz lässt sich gut bearbeiten; die optimale Arbeitsgeschwindigkeit liegt bei etwa 40 m/s. Es lässt sich gut hobeln, schneiden, schälen und zerspanen. Es trocknet gut, neigt aber durch vorhandenes Reaktionsholz zu Verformung. Es nimmt Oberflächenbehandlungen gut an, lässt sich jedoch schlecht lackieren. Pappelholz wird bei der Herstellung von Furnier, Sperrholz und Bauplatten verwendet, als Massivholz für Möbel und für den Innenausbau. Besondere Verwendungen sind Späne für Faserplatten, Papier und Zellstoff, Holzwolle und Ähnliches. Es wird für Holzkisten für Obst und Gemüse sowie für Transportverpackungen eingesetzt.